1996 kam ich durch radrum immer mehr mit amerikanischen rap in kontakt: lost boys, nas, mobb deep, gangstarr, nine ... wir fuhren zusammen nach new york und liessen unsere kompletten ersparnisse in den plattenläden. radrum war damals schon am auflegen und bastelte auch schon die ersten beats zusammen. immer wenn er in den darauf folgenden jahren in münchner clubs (u.a. stakes is high, flava club, while the city sleeps) hinter dem dj-pult stand, stand ich auf der tanzfläche.
1999 hatte ich keine lust mehr „immer nur zu zuhören“. ich wollte selbst rappen. bis zu dieser zeit hatte ich zwar schon viele eigene texte geschrieben – mit beats klang das aber eher schräg. also begann ich zu freestylen. ich zog mir ein paar beats auf ein tape, setzte mich in meine küche und trainierte. nach ein paar wochen hatte ich definitiv feuer gefangen. ich fuhr zu radrum und präsentierte ihm meine fähigkeiten. den blick werde ich nie mehr vergessen! er nahm mich am nächsten wochenende mit in den flava club, in welchem er resident dj war und ich stellte mich zum ersten mal ans mic. von da an verpasste ich kaum eine gelegenheit mein können unter beweis zu stellen. und dann ging alles ganz schnell. im winter 1999 nahm ich mit radrum ein demotape auf. er arrangierte ein paar beats von platte und legte meine ersten texte darüber. das tape wanderte auf umwegen nach berlin, direkt ins hip hop büro. und von dort aus zu mc rene, der dann kurzerhand beschloss uns mit auf seine tour im frühling 2000 zu nehmen. ich habe soviel gelernt in den drei wochen. unfassbar! von dem zeitpunkt an spielten Rradrum und ich fast jedes wochenende überall – in deutschland, österreich und der schweiz.
2001 unterschrieben radrum und ich unseren ersten plattenvertrag bei dem hamburger label buback. dort kam dann auch unsere erste maxi „status quo“ heraus. im herbst ging es dann mit r.a.g. auf tour. nach all den konzerten sperrten wir uns ins studio ein und begannen mit den aufnahmen für unsere erste lp. dabei unterstützte uns kein geringerer als glammerlicious von main concept.
im herbst 2002 kam dann endlich unser erstes album „spiegelschrift“ heraus. dem release folgte unsere erste kleine, eigene tour. in den nächsten beiden jahren spielten wir uns die landkarte rauf und runter. neben der rap-geschichte begann ich verstärkt auf „poetry slams“ anzutreten. schon bei meinem ersten national slam im oktober 2002 konnte ich den dritten platz besetzen. was für eine motivation!
2003 wirkten radrum und ich in dem Dokumentarfilm „more than music“ von frank pfeiffer mit. der film dokumentiert die arbeit von drei bands (yage, joy denalane und uns beiden fiva & radrum), für die musik nicht nur pures entertainment darstellt, sondern auch eine ausdrucksform ist. der streifen ist auf jeden fall sehenswert!
2004 gründete ich zusammen mit zwei anderen künstlerinnen aus bamberg ein projekt, welches da heisst: da boys with the girls in the back. wir haben ein paar stücke geschrieben, die wir in unregelmäßigen abständen auf den unterschiedlichsten bühnen präsentieren. und mit stücken meine ich ausnahmsweise mal nicht songs. hier handelt es sich eher um theaterstücke oder collagen aus unseren eigenen texten. seit sommer 2004 sitzen radrum und ich an unsrem neuen album „höpfhörer“. und was soll ich sagen: es ist fast im kasten und ist wirklich gut. aber hört es euch doch selber an sobald es im laden steht.
... und jetzt? haben wir frühjahr 2005 und es geht mit fettes brot auf tour ... wie gut!
Alias: Fiva MC
Typ: MC
Genre: Hip Hop, Rap
Stadt: München
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| Mitglied bei: | Fiva MC & DJ Radrum, Fiva & Mnemonic |
