Was unterscheidet Olli Banjo von den anderen inflationär flowenden Newcomern des ins Unübersichtliche abgleitenden deutschen Rap-Zirkus? Erstens war Olli Banjo „damals“ schon mal da. Zusammen mit seiner ehemaligen Crew Maximale Lautstärke, den Fantastischen 4, Fresh Familee, DCS und den Reimbanditen als „Deutsche Reimachse“ machte er 1993 erstmals auf sich aufmerksam, um dann genau so plötzlich wie er die Bühnen betrat, wieder tiefer abzutauchen als Cousteau.
Zweitens und vor allem ist es seine gereifte Persönlichkeit und ein überragendes rythmisches Talent kombiniert mit einem selbstbewußten, kontrollierten Flow. Die letzten Jahre, in denen HipHop in Deutschland zu großem Business und einer eigenen funktionierenden Infrastruktur anwuchs, saß Olli Banjo zu Hause in Aschaffenburg. Er beobachtete die Entwicklungen innerhalb der Szene, arbeitete an seinen Texten, perfektionierte seinen Reimstyle und blieb geduldig.
Diese stillen Jahre, mitsamt all ihrer dunklen Phasen und persönlichen Krisen haben Olli Banjo zu dem gemacht, was er heute ist: Ein nachdenklicher doch hungriger, extrem eigenständiger Texter, der reimtechnisch gewappnet ist und weiß was er will, kurz: Ein gefährlich frischer MC.
„Meine erste Priorität sind Flows, Style und eine gute Technik“ sagt Olli über seinen Antrieb. „Ohne Skillz dringt kaum eine Botschaft zu mir durch.“ Und das – nur das – ist der kleine und doch so bedeutende Unterschied; der Grund warum Olli Banjo hier ist um zu bleiben: Olli Banjo hat seinen „Kram beisammen“.
Im Jahr 2001 hat er sein Team formiert. Produzentenhirn Roe Beardie von Headrush Productions (Plattenpapzt, Walkin Large, Brooke Russel, Brixx, DCS) hat das Talent von Olli Banjo erkannt und schneidert ihm angemessen avantgardistisch-pumpende Beats wie Maßanzüge auf den Leib. Die erste 12“ „Rotlicht / Du und mein Penis“ erschien noch als limitiertes Whitelabel bei Headrush Rec. und wurde prompt zur 12“ des Monats im Juice-Magazin gekürt. Man überschlug sich förmlich vor Begeisterung über Olli‘s unkrampfigen Style. Zu ungehört, zu eigen, zu unangepasst ist Olli Banjo’s Herangehensweise an Texte und deren Performance, als dass man ihn überhören könnte. Er bedient sich schlichtweg eines „anderen“ Vokabulars und vermeidet dadurch die derzeit stark überstrapazierten Battle-Rap-Plattitüden.
Im Herbst diesen Jahres wird Olli’s erste 5-Track EP auf EMI Electrola erscheinen: „Schleudersitz“ – ein kompakter, doch abwechslungsreicher Querschnitt seiner Entwicklung und seiner angeschrägten Gedankenwelt. Auf der heimlichen Hymne „Zwei McRib, Bitte!“ sprengt Olli auf eine unverschämt frische Art und Weise die Grenzen des bisher bekannten Storytelling und begibt sich, begleitet von einem kranken Beat auf eine schwerkranke „Reise“.....reinhören! „Deine Freundin“ und „Autogramm“ stehen für Egopflege, Kreativität, Wortwitz und das Prinzip Rap: „Rap ist für mich die Möglichkeit eine eigene Sprache zu entwickeln“ sagt Olli Banjo über seine Affinität zum Sprachspiel. „Ich bin verliebt in Sätze, Worte, Buchstaben und die Möglichkeit frei damit umzugehen.“ Die Tracks „Meine Freiheit“ und „Alles“ (ft. Schivv) repräsentieren hingegen die andere Seite von Olli Banjo: Der nachdenkliche Umgang mit der eigenen Vergangenheit und ein selbstkritischer Blick nach Innen. Diese variierenden Ansätze machen die „Schleudersitz EP“ zu einer Achterbahnfahrt der Styles und Inhalte, einer paradoxen Mischung aus Steilgang und Tiefe, kurz zu einer sehr freshen Platte.
Nicht zuletzt ist „Schleudersitz“ ein dicker Teaser für das, was noch vor uns liegt: Olli Banjo in voller Länge.„Ich will, dass die Leute Style zu schätzen wissen, auch - oder gerade wenn sich meine Musik jenseits der gewohnten Hörgewohnheiten bewegt.“
[Presseinfo]
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Zweitens und vor allem ist es seine gereifte Persönlichkeit und ein überragendes rythmisches Talent kombiniert mit einem selbstbewußten, kontrollierten Flow. Die letzten Jahre, in denen HipHop in Deutschland zu großem Business und einer eigenen funktionierenden Infrastruktur anwuchs, saß Olli Banjo zu Hause in Aschaffenburg. Er beobachtete die Entwicklungen innerhalb der Szene, arbeitete an seinen Texten, perfektionierte seinen Reimstyle und blieb geduldig.
Diese stillen Jahre, mitsamt all ihrer dunklen Phasen und persönlichen Krisen haben Olli Banjo zu dem gemacht, was er heute ist: Ein nachdenklicher doch hungriger, extrem eigenständiger Texter, der reimtechnisch gewappnet ist und weiß was er will, kurz: Ein gefährlich frischer MC.
„Meine erste Priorität sind Flows, Style und eine gute Technik“ sagt Olli über seinen Antrieb. „Ohne Skillz dringt kaum eine Botschaft zu mir durch.“ Und das – nur das – ist der kleine und doch so bedeutende Unterschied; der Grund warum Olli Banjo hier ist um zu bleiben: Olli Banjo hat seinen „Kram beisammen“.
Im Jahr 2001 hat er sein Team formiert. Produzentenhirn Roe Beardie von Headrush Productions (Plattenpapzt, Walkin Large, Brooke Russel, Brixx, DCS) hat das Talent von Olli Banjo erkannt und schneidert ihm angemessen avantgardistisch-pumpende Beats wie Maßanzüge auf den Leib. Die erste 12“ „Rotlicht / Du und mein Penis“ erschien noch als limitiertes Whitelabel bei Headrush Rec. und wurde prompt zur 12“ des Monats im Juice-Magazin gekürt. Man überschlug sich förmlich vor Begeisterung über Olli‘s unkrampfigen Style. Zu ungehört, zu eigen, zu unangepasst ist Olli Banjo’s Herangehensweise an Texte und deren Performance, als dass man ihn überhören könnte. Er bedient sich schlichtweg eines „anderen“ Vokabulars und vermeidet dadurch die derzeit stark überstrapazierten Battle-Rap-Plattitüden.
Im Herbst diesen Jahres wird Olli’s erste 5-Track EP auf EMI Electrola erscheinen: „Schleudersitz“ – ein kompakter, doch abwechslungsreicher Querschnitt seiner Entwicklung und seiner angeschrägten Gedankenwelt. Auf der heimlichen Hymne „Zwei McRib, Bitte!“ sprengt Olli auf eine unverschämt frische Art und Weise die Grenzen des bisher bekannten Storytelling und begibt sich, begleitet von einem kranken Beat auf eine schwerkranke „Reise“.....reinhören! „Deine Freundin“ und „Autogramm“ stehen für Egopflege, Kreativität, Wortwitz und das Prinzip Rap: „Rap ist für mich die Möglichkeit eine eigene Sprache zu entwickeln“ sagt Olli Banjo über seine Affinität zum Sprachspiel. „Ich bin verliebt in Sätze, Worte, Buchstaben und die Möglichkeit frei damit umzugehen.“ Die Tracks „Meine Freiheit“ und „Alles“ (ft. Schivv) repräsentieren hingegen die andere Seite von Olli Banjo: Der nachdenkliche Umgang mit der eigenen Vergangenheit und ein selbstkritischer Blick nach Innen. Diese variierenden Ansätze machen die „Schleudersitz EP“ zu einer Achterbahnfahrt der Styles und Inhalte, einer paradoxen Mischung aus Steilgang und Tiefe, kurz zu einer sehr freshen Platte.
Nicht zuletzt ist „Schleudersitz“ ein dicker Teaser für das, was noch vor uns liegt: Olli Banjo in voller Länge.„Ich will, dass die Leute Style zu schätzen wissen, auch - oder gerade wenn sich meine Musik jenseits der gewohnten Hörgewohnheiten bewegt.“
[Presseinfo]
Name: Olli Banjo
Typ: MC
Genre: Hip Hop, Rap
Stadt: Aschaffenburg
Links: Home | MySpace
Typ: MC
Genre: Hip Hop, Rap
Stadt: Aschaffenburg
Links: Home | MySpace
| Mitglied bei: | Maximale Lautstärke, Jonesmann & Olli Banjo |
Redaktion
| Olli Banjo | Interview - 2003 |
