Interview: Cronite
von Winfried Pitpitunge
Wir sind von Chinchilla Recordings auf die “In this Together Tour” in den Kölner Stadgarten eingeladen worden, um dort Cronite, einen englischsprachigen MC aus Nürnberg, zu interviewen.

Cronite: Ich komme eigentlich aus Kroatien, bin aber in Nürnberg aufgewachsen.
Cronite: 1989 habe ich angefangen zu rappen, Hiphop Fan bin ich seit 1983.
Cronite: Den Namen haben mir die Amerikanischen Soldaten gegeben, die bei uns in der Gegend stationiert waren. Das ist die Abkürzung von Croatian Nightmare, der Kroatische Alptraum.
zugehörige VÖs:
Cronite - Pariah (Album - 08/2006)
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Cronite - Independence Day (Mixtape - 00/2005)
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Cronite - Cronite (Album - 05/2003)
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Cronite - U Can´t Keep A Good Man Down (Single - 10/2002)
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Cronite - It Ain´t In Vain (Single - 00/2002)
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Cronite: Mein bester Freund DJ Pauliqué hat in Hamburg Beat von Chinchilla kennengelernt, und die beiden haben sich gut verstanden. Pauliqué hatte ein paar Tracks von mir mit und sie Beat vorgespielt, er fand gefallen an den Songs. So führte eins zum anderen.
Cronite: Ja, aber nur teilweise. Die Hauptproduktionen machen DJ Stylewarz und Kaoz aus Bremerhaven.
Cronite: Wir sind seit ungefähr fünf Jahren ein Team. Stylewarz und Kaoz suchten im Auftrag von dem Studio in dem sie damals arbeiteten 1996 einen MC für einen Remix. Die beiden haben circa zehn bis fünfzehn Rapper eingeladen, aber das Ergebnis gefiel ihnen nicht. Durch Zufall erfuhr ich davon und rappte dann auch vor in Bremerhaven. Dieser Remix ist zwar nicht veröffentlicht worden, aber der Kontakt zu Stylewarz und Kaoz besteht bis heute.
Cronite: Also ich mach zur Zeit nichts nebenbei. Ich bin ein Überlebenskünstler (lacht). Die Musik geht bei mir immer vor. Wenn du Hiphop lebst, dann mußt du auch sehr viele Opfer bringen, um durchzuhalten.
Cronite: 1994 und 1997 habe ich jeweils eine Maxi auf Independent Labels veröffentlicht, im letzten Jahr hab ich Vinyl auf Eigeninitiative herausgebracht.
Cronite: Das ist für mich jemand, der nicht nur lyrisch, sondern auch menschlich das herüber bringt, was er fühlt.
Cronite: Es ist eigentlich egal, in welcher Sprache man rappt. Es gibt nur gute Musik oder schlechte Musik. Hiphop darf man nicht unterteilen in deutschsprachig, französischsprachig oder so. Die Hauptsache ist, daß es einen berührt.
Cronite: Das hängt mit den amerikanischen Stützpunkten zusammen. Die amerikanischen Soldaten brachten die Hiphop-Kultur quasi mit. Das hat einen ganz großen Einfluß auf die HipHop-Interessierten im ganzen süddeutschen Raum gehabt. Man war zu der Zeit praktisch in der ersten Reihe, was Hiphop betraf. Es sind heute noch viele Amerikaner da, auch in meinem direkten Umfeld.
Cronite: Ja, wir kennen uns persönlich schon so ungefähr fünf Jahre. Das sind coole Gruppen, die du gerade genannt hast, und die sollte man unterstützen. Medienmäßig wird in dieser Hinsicht meiner Meinung nach wenig getan. Ich finde es schade, daß ich von Ami-Acts wie zum Beispiel Lords Of The Underground, Afu-Ra oder den Roots mehr Anerkennung bekomme als von den Medien. Wenn es gut ist, ist es gut.
Cronite: Hiphop for Life. Love, Peace und Unity.



