Review: Haftbefehl - „Azzlack Stereotyp”
von Cracc
Das erste Album von Haftbefehl wurde seit seinen ersten Beiträgen auf dem Echte Musik Labelsampler „Kapitel 1“ und diversen anderen Songs oder Featureparts von vielen Stimmen sehnsüchtig herbei gesehnt. Nun ist es also soweit und das Debütalbum „Azzlack Stereotyp” vom Offenbacher Rapper ist fertig. Unterstützung bekommt er dabei von seinen Frankfurter Kollegen Chaker, Azad, Jeyz, und Jonesmann. Aus dem Rest der Republik kommen noch Manuellsen, Massiv, Kollegah und Farid Bang dazu. Anhand dieser Namen, des Covers und des Albumtitels ist klar in welche Richtung es geht: Straßenrap pur!

„Azzlack Stereotyp” ist aber im Gegensatz zu vielen anderen Vertreten des Genres etwas wirklich Besonderes, da viele Faktoren zusammenkommen, die bis jetzt so vereint nicht zu finden waren. Zum einen wäre da Haftbefehls markante Stimme, die jederzeit hervorsticht und mit verschiedenen Stilen über die unterschiedlichsten Beats flowt. Zum anderen sind die Text sehr hart und geradeaus, besitzen aber immer so viel Ironie, dass der Spaß aber Zuhören nie verloren geht. Eine ähnliche Mischung besitzen die Instrumentals: Zum einen sehr minimal und straigt gehalten – bei anderer Songs dann aber auch wieder melodiös und eingängig. Bei den Features bleibt Haftbefehl mindestens auf Augenhöhe, obwohl einige der Partner über einen viel größeren Erfahrungsschatz verfügen. „Azzlack Stereotyp” ist in allen Belangen eine Empfehlung und darf deshalb in keiner Rapsammlung fehlen!
