Benutzername: Passwort: hier kostenlos anmelden

Suche

Review: Olli Banjo - Sparring 2

geschrieben am 26.06.2006
von Cracc

Wie schon beim ersten Album „Schizogenie“ schießt Olli Banjo wieder eine „Sparring“-Platte zum Aufwärmen vor, ehe das richtige Album erscheint. Das Cover zeigt Olli Banjo allein im Boxring. Ahnlich dem ersten Teil ist fast bei jedem Song ein anderer Künstler mit im Ring, aber es wird Tagteam-Action statt einer Battle geboten.

Olli Banjo - Sparring 2 Bild Vorderseite

Wieder mit dabei sind Curse, Ercandize, Sido, Jonesmann, Harris, Separate, Italo Reno & Germany und Manolito Mengele (damals noch Leetow). Neu dabei sind Afrob, Franky Kubrik, Samy Deluxe, E.K.R., Blade (nicht der originale Blade aus London), DCS und Bintia. Eine beachtliche Liste also. War das erste „Sparring“ Album ein umstrittener Wurf und als Gesamtwerk eher durchschnittlich, langen Olli und Headrush mit Teil 2 richtig zu: Erstens hat Olli an Kampfgewicht hinzugewonnen, da er an seinen Skills gefeilt hat und vor allem thematisch bei seinen Texten vielseitiger („Die Welt ist deins“, „Erwachsen werden“, „Von der Hand in den Mund“, „Blut auf Beton“, „10Km und mein Walkman“) geworden ist, ohne dabei seine Schwanzgeschichten („Ficki Ficki“) zu vernachlässigen. Zweitens haben Headrush eine ungeheure Vielfalt an Beats und Sounds gebastelt, die die Rapper geradezu herausfordern gleichermaßen mit einer Stilvielfalt zu antworten. Z.B. Curse habe ich schon lange nicht mehr so entspannt wie bei „Ich lass es nicht ran an mich“ gehört. Dieses Zusammenspiel bringt „Sparring 2“ ganz nach vorn bei deutschen Veröffentlichungen. Also ganz klar eine uneingeschränkte Kaufempfehlung - zumal „Sparring 2“ auf Vinyl erschienen ist.