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Review: Pimps im Park - „Pimps im Park“

geschrieben am 11.05.2010
von Cracc

Meista O aka Mister Tickler aka Autisti ist mit dem Projekt Pimps im Park zurück auf der musikalischen Landkarte. Wer sich schon länger mit Rap aus Deutschland beschäftigt, wird spätestens beim Namen Lyroholika ein Erinnerungsblitz durch das Gehirn zucken. Und diese Karteikarte wurde in meinem Hirn aktiviert, als ich zufällig bei Pimps im Park reinhörte und das in Flashbacks ausartete. Denn als herausstechendes Merkmal sind mir immer die Stimme und verrückten Texte von Meista O in Erinnerung geblieben. Auf diesem Album potenziert sich da Ganze, denn Meista O hat für Pimps im Park zwei zusätzliche Alteregos geschaffen, die sich regelmäßig abwechseln und dadurch eine große Bandbreite an Verrücktheiten schaffen.

Pimps Im Park - Willkommen Im Park Bild Vorderseite

Musikalisch läßt sich das Album nicht einfach in eine Schubladen pressen, da viele Einflüsse wie Funk, Reggae Pate gestanden haben. Schnelle Beats mit groovenden Sounds („Zu zu“) werden von bombastischen Orchestersounds („Mr. Tickler“) abgelöst, die schon Musicalcharkter aufweisen. Aber auch sehr ruhige introvertierte Songs sind vorhanden, die auch mal nur mit Percussion und sphärischen Synthies („Autisti“) oder Gitarrenbegleitung („Geh deinen Weg“) auskommen. Viele Sounds wurden live eingespielt und geben dem Album eine Vielseitigkeit, die man selten finden. Es mag sein, dass die abgedrehten Texte nicht jedermann Sache sind. Aber wer sich in die Welt der Pimps begibt, findet einen Park, in dem man in jeder Ecke Skurrilitäten entdecken kann. Auch beim mehrmaligen Besuch steht zwar das gleiche Programm auf dem Plan, aber umso vertrauter die Figuren werden, umso mehr kann man die Details genießen. „Füttern sie nicht das Alien“ Großes Rap Kino!